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Konrad-Adenauer-Schule erhält den „Innovationspreis Berufliche Schulen in Hessen 2010“

Bei der Preisverleihung (von rechts nach links): Wolfgang Huberti (GKN Driveline / Hessenmetall), Staatssekretär Brockmann (Hessisches Kultusministerium), Heike Ziller (Koordinatorin der Sprachenleiste der Konrad-Adenauer-Schule), Sandra Brandeby-Rücker (Auszubildende), Peter Muhl (Stellv. Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule), Chaimae Tichtiben (Auszubildende), Pascal Fremgen (Auszubildender), Jochen Niclaus (Abteilungleiter an der Konrad-Adenauer-Schule /Projektkonzeption), Wolfgang Kollmeier (Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule)
Unter dem Titel „Going Global – Fit für den Arbeitsmarkt von Morgen“ hat die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) in Zusammenarbeit mit dem Hessischen Kultusministerium zum dritten Mal einen Innovationspreis für Berufliche Schulen in Hessen ausgeschrieben. Anlässlich des „Tages der beruflichen Bildung“ überreichte jetzt Herr Staatssekretär Brockmann an Stelle der verhinderten Kultusministerin Henzler einen der fünf mit je 2.000,- € dotierten Innovationspreise an die Konrad-Adenauer-Schule in Kriftel.
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„Internationalität ist heute ein Erfolgskriterium sowohl für Betriebe im globalisierten Wettbewerb als auch für Arbeitnehmer, die einen guten Arbeitsplatz suchen“ freut sich Wolfgang Kollmeier, der Schulleiter der Konrad-Adenauer-Schule, über den gewonnenen Preis: Je weiter die Globalisierung fortschreite, desto selbstverständlicher werde von den Mitarbeitern in den Betrieben erwartet, dass sie wenigstens Englisch als Fremdsprache beherrschten. „Deshalb haben wir Englisch in die Berufsschule gebracht“ ergänzt Abteilungsleiter Jochen Niclaus, der die Konzeption der „Sprachenleiste“ an der Konrad-Adenauer-Schule gemeinsam mit dem Stellvertretenden Schulleiter Peter Muhl entwickelt und organisatorisch umgesetzt hatte: „Heute verlässt kein kaufmännischer Auszubildender die Konrad-Adenauer-Schule ohne eine deutlich verbesserte Sprachkompetenz“.
Hierfür sorgt ein Kurssystem, das im sprachlichen Bereich des Berufsschulunterrichts die Schülerinnen und Schüler je nach ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen auf Deutsch-Förderkurse oder auf Kurse in Business-Englisch mit unterschiedlichen Anforderungsniveaus verteilt. „So erhält jeder Schüler den Unterricht, der ihm entspricht“ erläutert Frau Heike Ziller, die die „Sprachenleiste“ an der Konrad-Adenauer-Schule koordiniert. „Wer die deutsche Sprache beherrscht, besucht den Kurs Business-Englisch basic. Wer bereits gute Kenntnisse in Englisch mitbringt, kann den Fortgeschrittenenkurs besuchen und wird von der Schule dabei unterstützt, wenn er sich auf eine KMK- oder Cambridge-Zertifizierung seiner Sprachkenntnisse vorbereiten will.“ Dies können auch die Berufsschüler Sandra Brandeby, Chaime Tichtiben und Pascal Fremgen bestätigen, die ihre Ausbildung zum Industriekaufmann bei Procter & Gamble absolvieren und die zur Preisverleihung mit nach Dreieich angereist sind. Sie bereiten sich gegenwärtig im Englisch-Kurs E III, der das höchste Niveau hat, auf das Cambridge-Zertifikat BEC II bzw. BEC III vor.
„Schade, dass sich dieses System so langsam durchsetzt“, resümiert Abteilungsleiter Niclaus, „es nutzt den Betrieben, die besser qualifizierte Beschäftigte erhalten, ebenso wie den Auszubildenden, deren Aussichten auf dem Arbeitsmarkt verbessert werden. Die Lehrer sind zufriedener, weil man in homogenen Klassen besser unterrichten kann und auch der Steuerzahler dürfte zufrieden sein, weil die Sprachenleiste nicht mehr Lehrerstunden verbraucht als der traditionelle, im Klassenverband durchgeführte Deutschunterricht.“
Verantwortlich: Jochen Niclaus
Stand: 27.10.2010 |